Erfolg durch Relationing

03.11.2021

Zwei Autoren erklären, wie man erfolgreich Beziehungen aufbaut, nutzt und in ein belastbares Beziehungsnetzwerk verwandelt:


Wie man Beziehungen aufbaut, pflegt und fürs Business nutzt, ist Thema des Buchs „Erfolg durch Relationing“. Dabei geht es den Autoren Stefan Söhngen und Horst Persin um weit mehr als um das Sammeln von Visitenkarten. Vielmehr geht es um den bewussten Aufbau und die sorgfältige Pflege von Beziehungen. „Belastbare Beziehungen aufzubauen, kostet viel Zeit“, erklären die Autoren. Das Konzept des Relationing basiere auf Vertrauen und Nachhaltigkeit. Wer beim Thema Networking nur daran denke, wie er selbst von einem Kontakt profitieren könne, werde es kaum zu einem wertvollen Beziehungsnetzwerk bringen.

Söhngen und Persin sprechen aus Erfahrung. Der eine ist promovierter Politikwissenschaftler und Soziologe, der andere CEO eines Schweizer IT-Unternehmens mit Sitz in Walluf. Die beiden haben sich vor rund 15 Jahren über den Wirtschaftsrat kennengelernt, wie sie in einem Gespräch verraten: „Das beste Beispiel für einen gelungenen Generationsdialog.“ Söhngen und Persin ergänzen sich gut. Das Buch „Erfolg durch Relationing“, das 2020 im Deutschen Fachverlag erschienen ist, entstand innerhalb von nur sechs Monaten. Mit Gastbeiträgen von Laura Claus, Juniorprofessorin im Fachbereich „Strategy & Entrepreneurship“ an der University College London (UCL) School of Management, Kai Grunwitz (CEO NTT Deutschland), Urs Hammer, Generalkonsul der Schweiz, Sven Henkel, Vize-Präsident der EBS Universität für Wirtsvhaft und Recht und Professor an der EBS Business School, dem Frankfurter Rechtsanwalt Michael Siebold, Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU Wirtschaftsrats, und Maik Weiss (Gründer und Geschäftsführer der Agent CS GmbH). „Jeder hat einen Teil dazugegeben“, erklärt Söhngen. Horst Persin ergänzt: „Die Publikation kam im Fachverlag gut an, weil sie branchenübergreifend ist und ins Private hinein reicht.“

So habe die Corona-Pandemie einmal mehr gezeigt, wie wichtig gutes Beziehungsmanagement ist. Wer zuvor viel Arbeit investiert hat, kann in Krisen-Zeiten auf eine gefüllte Schatztruhe zurückgreifen: „Netzwerke wachsen über Jahre und basieren auf Vertrauen“, erklärt Söhngen weiter, dass erfolgreiche Beziehungsarbeit viel mit den Sinnesorganen und direkter Interaktion zu tun hat. Über den Bildschirm und das Telefon wird das freilich schwieriger. Die gute Nachricht: „Es ist nie zu spät, mit der Beziehungsarbeit anzufangen“, rät Persin jedem, direkt heute damit anzufangen. Relationing funktioniere sowohl für Nachwuchskräfte als auch für erfahrene Manager. Die Lektüre des Buches macht jedenfalls Lust auf mehr. Ein aufregender und inspirierender neuer Ansatz zum Management von Beziehungen.

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